PÖTTINGER Fermenter

Kreislaufwirtschaft neu gedacht

Der PÖTTINGER Fermenter steht für eine moderne und naturnahe Kreislaufwirtschaft. Organische Reststoffe werden nicht entsorgt, sondern als wertvolle Ressource genutzt. In einem geschlossenen Prozess entstehen daraus CO₂-neutrales Biogas sowie hochwertiger Gärrest, der als Humusdünger in den Boden zurückgeführt werden kann. So verbindet das System erneuerbare Energiegewinnung mit nachhaltigem Humusaufbau.

Das Fermenter-Prinzip

Im PÖTTINGER Fermenter werden biogene Reststoffe in einem Fermentationsprozess unter kontrollierten Bedingungen vergoren. Dabei entsteht Methan, das als erneuerbarer Energieträger vielseitig genutzt werden kann. Das erzeugte Biogas lässt sich direkt in Strom und Wärme umwandeln oder zu Biomethan in Erdgasqualität aufbereiten. Auch als nachhaltiger Treibstoff in Form von Bio-CNG oder Bio-LNG spielt es eine wichtige Rolle auf dem Weg zur CO₂-Neutralität.


Nach Abschluss des Gärungsprozesses bleibt ein nährstoffreicher Gärrest zurück. Dieser kann unkompliziert weiter zu hochwertigem Kompost verarbeitet oder direkt als organischer Dünger ausgebracht werden. Durch diese Rückführung organischer Substanz wird die Humusbildung gefördert und der Boden langfristig wieder zu einem natürlichen CO₂-Speicher. Der PÖTTINGER Fermenter schließt damit den Stoffkreislauf ökologisch und wirtschaftlich zugleich.
Fermenteranlage Ungarn_3

Verfahren: Trockenfermentation

Vorteile der Trockenfermentation

Die Biogasproduktion im PÖTTINGER Fermenter basiert auf dem Prinzip der diskontinuierlichen Trockenvergärung unter Sauerstoffabschluss. Im Gegensatz zur klassischen Nassfermentation eignet sich dieses Verfahren besonders für trockene, faserige oder störstoffhaltige Inputmaterialien wie Bioabfälle oder Landschaftspflegematerial.

Da keine zusätzlichen Rührwerke oder Pumpentechnik erforderlich sind, bleibt der Prozess technisch einfach, robust und wartungsarm. Gleichzeitig wird deutlich weniger Wasser benötigt, was den Betrieb besonders effizient macht. Auch die Lagerung und Weiterverwertung des Gärrestes ist durch den hohen Trockensubstanzgehalt wesentlich einfacher.

Unser System: Modular, flexibel, skalierbar

Der PÖTTINGER Fermenter ist als containerbasiertes, flexibel skalierbares System konzipiert. Die Anlage besteht aus einem Technikcontainer mit integrierter Steuereinheit und Gasspeicher sowie mindestens drei Fermenterboxen. Je nach Anforderungen kann das System modular auf bis zu 16 Fermenter erweitert werden. Dadurch lässt sich die Anlage optimal an individuelle Jahreskapazitäten anpassen und wächst mit den betrieblichen Anforderungen mit. Die Kapazität beginnt bereits ab rund 1.300 Tonnen pro Jahr.

Durch das geschlossene Anlagenkonzept wird ein geruchsarmer Betrieb ermöglicht, was besonders bei sensiblen Inputstoffen ein entscheidender Vorteil ist. Gleichzeitig steht das System für langlebige PÖTTINGER Qualität und ein perfekt abgestimmtes Zusammenspiel aller Komponenten.

Auch technisch überzeugt der Standard-Fermenter durch klare und kompakte Dimensionen. Ein einzelner Fermentercontainer besitzt Außenmaße von etwa 8 × 3 × 3 Metern und kann rund 30 Tonnen Material aufnehmen. Das Prozessintervall pro Fermenter liegt bei ungefähr drei Wochen. Für eine Grundanlage mit drei Fermentern, Technikcontainer und Handlingfläche ergibt sich ein Platzbedarf von etwa 500 Quadratmetern. Damit ist das System sowohl effizient als auch flächensparend realisierbar.

Input & Output

Im PÖTTINGER Fermenter werden organische Reststoffe wie Gras- und Grünschnitt, Bioabfälle sowie pflanzliche Reststoffe aus Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie verarbeitet. Nach der Anlieferung werden sie in die Fermenterboxen eingebracht und über mehrere Wochen vergoren.

Dabei entstehen zwei wertvolle Endprodukte: Biogas als erneuerbare Energiequelle für Wärme, Strom oder Treibstoff sowie ein stabiler Gärrest, der zu Rohkompost weiterverarbeitet wird und zur Bodenfruchtbarkeit beiträgt. So entsteht aus organischen Reststoffen nachhaltiger Mehrwert für Energieversorgung und Landwirtschaft.

Humus & Kompost

Ein wesentlicher Bestandteil des PÖTTINGER Fermenter-Systems ist nicht nur die Biogasgewinnung, sondern auch die nachhaltige Weiterverwertung des verbleibenden Gärrestes. Nach Abschluss des Fermentationsprozesses bleibt ein nährstoffreiches organisches Material zurück, das in einer Nachrotte zu hochwertigem Kompost weiterverarbeitet werden kann. Damit entsteht ein wertvoller Humusdünger, der direkt in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt wird.

CO2-Einsparung

  • 280.053
    Tonnen CO2 eingespart

Referenzen

PÖTTINGER Trockenfermenter

Diese klimafreundliche Technologie transformiert organische Reststoffe zu Wertstoffen und ermöglicht eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Kreislaufwirtschaft.

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