Wiener Neustadt: Organische Reststoffe sinnvoll verwerte

Die Ausgangssituation

Die Stadt Wiener Neustadt plante eine neue Lösung für die Verwertung organischer Reststoffe aus der kommunalen Biotonne. Ziel war es, die vorhandenen Stoffströme nicht nur effizient zu behandeln, sondern gleichzeitig erneuerbare Energie für den Eigenbedarf der bestehenden Abfallbehandlungsanlage zu gewinnen.

Als erste Magistratsstadt Österreichs entschied sich Wiener Neustadt für eine Trockenfermentationsanlage nach dem 3-A-Verfahren von PÖTTINGER.

Die Herausforderung

Jährlich fallen rund 7.500 Tonnen organische Reststoffe aus der kommunalen Biotonne von Wiener Neustadt Stadt und Land an. Diese Mengen sollten möglichst effizient verwertet und gleichzeitig in einen nachhaltigen Stoff- und Energiekreislauf eingebunden werden.

Gefragt war daher eine Lösung, die aus den biogenen Reststoffen sowohl verwertbares organisches Material als auch Energie erzeugt und sich in die bestehende Abfallbehandlungsanlage integrieren lässt.

Die Lösung

PÖTTINGER Entsorgungstechnik realisierte als Generalauftragnehmer eine Trockenfermentationsanlage mit 15 Fermentercontainern und einem Technikcontainer. Die Anlage arbeitet nach dem 3-A-Verfahren – aerob, anaerob, aerob – und verarbeitet die organischen Reststoffe zu Rohkompost. Gleichzeitig entsteht Biogas, das zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt wird.

Die Anlage erzeugt jährlich rund 1,2 Millionen kWh Strom, der vorwiegend zur Deckung des Eigenbedarfs der Abfallbehandlungsanlage eingesetzt wird. Gleichzeitig können durch die energetische Nutzung der organischen Reststoffe laut Projektangaben etwa 700 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden.

Damit verbindet Wiener Neustadt die Behandlung kommunaler Bioabfälle mit regionaler Energiegewinnung und einer hochwertigen stofflichen Verwertung der organischen Reststoffe.

Zahlen & Fakten

  • 7.500 t
    organische Reststoffe pro Jahr
  • 1,2 Mio. kWh
    Stromerzeugung pro Jahr
  • 700 t
    CO₂-Einsparung pro Jahr